Mit dem 24-70mm zum Polarkreis

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Interview mit Mike Fuchs

Mit dem 24-70mm zum Polarkreis

Fotograf Mike Fuchs hat ein Faible für Schnee und Eis. Im April bricht der Berliner zu seiner nächsten Polarexpedition auf. Im Gepäck ist auch das Tamron SP 24-70mm F/2,8, das sich im Extremeinsatz wiederholt als verlässlicher Partner bewiesen hat.

Knackende Kälte, eisige Finger. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt läuft Mike Fuchs zu Hochform auf. Seit fünf Jahren reist der Fotograf aus Berlin „von Gletscher zu Gletscher, von Schneeflocke zu Schneeflocke“, wie er auf seiner Webseite schreibt.

2010 war er dabei, als eine Expedition versuchte, mit dem Auto die zugefrorene Beringstraße zu überqueren. Sechs Wochen lang hing das Team im Schneetreiben im äußersten Osten Russlands fest. Mensch und Material wurden bis an die Grenzen der Belastbarkeit strapaziert. Eine Extremerfahrung, die den damals 30-Jährigen zu neuen Abenteuern motivierte. Sein Motto: „Nur wenn du riskierst, zu weit zu gehen, findest du heraus, wie weit du wirklich gehen kannst.“

Seither sucht Mike Fuchs immer wieder nach neuen Polar-Herausforderungen. 2012 war er mit einem Team zu Fuß im äußersten Norden Skandinaviens unterwegs. 2013 bestieg er den über 7100 Meter hohen Pik Lenin im kirgisischen Pamirgebirge. Bereits wenige Monate zuvor hatte ihn die „Mission Icefox“ in den Norden Spitzbergens geführt, wo er mit der Kamera den Test eines neuen Transportschlittens dokumentierte. Drei Wochen lang, bei bis zu -40° Celsius – eine lebensgefährliche Aktion, die gut vorbereitet sein musste.

Wochenlang nichts als Schnee

„Tagelange Stürme, kalte Hände und wochenlang nichts als Schnee und hohe Minusgrade zu erdulden und damit umzugehen, das ist die große Herausforderung solcher Wintertouren“, sagt Mike Fuchs. „Unser Equipment haben wir im Laufe der Zeit immer weiter verbessert. Es ist perfekt auf die extremen Bedingungen abgestimmt.“

Möglichst leicht und robust muss auch Mike Fuchs’ Fotoausrüstung sein. Mehr als drei Objektive hat er selten dabei. Ein Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD dient als verlässliche „Brot-und-Butter-Linse“, hinzu kommen eine lichtstarke 85mm-Festbrennweite und, für den Fall der Fälle, ein Kitobjektiv als Ersatz.

„Die klare Luft und die hohen Kontraste erfordern extrem gute Optiken“, sagt Mike Fuchs. „Die Linsen müssen in der Lage sein, bei dem gleißenden Sonnenlicht selbst feine Details und einen extrem großen Dynamikumfang festzuhalten.“ Mike Fuchs arbeitet gerne mit Schärfe-Unschärfe-Effekten. Deshalb schätzt er die außerordentliche Abbildungsleistung und das Bokeh des Tamron 24-70mm bei Offenblende f/2,8.

Hohe optische Qualität

Kennzeichen für die hohe optische Spitzenleistung des 24-70mm-Objektivs von Tamron sind unter anderem die beiden Buchstaben „SP“, die für „Super-Performance“ stehen. Insgesamt 17 Glaselemente in zwölf Gruppen haben die Ingenieure hier verbaut. Mitentscheidend für die hohe Abbildungsqualität sind unter anderem drei LD-Gläser (Low Dispersion) und zwei XR-Linsen (Extra Refractive Index).

Die lichtstarken Tamron-Objektive genügen darüber hinaus auch den speziellen Ansprüchen einer winterlichen Extremreise. „Zoom- und Fokusring liegen relativ weit auseinander und sind ausreichend breit, um sie auch mit Handschuhen gut greifen zu können“, sagt Mike Fuchs.

Drei Lagen Handschuhe

Der Polarfotograf hat seine eigene Technik entwickelt, um die Finger in der extremen Kälte vor Erfrierungen zu schützen. „Den Zeigefinger warm zu halten, ist eine der größten Herausforderungen“, sagt er. „Denn durch den Kontakt mit der kalten Kamera kann die Fingerspitze innerhalb von 20 Sekunden taub werden.“ Besonders tückisch: Hat der Finger bereits das Gefühl verloren, spürt man eine Erfrierung erst, wenn es zu spät ist. Um sich zu schützen, trägt der Fotograf drei Handschuhe. Über ein Paar dünne Unterziehhandschuhe kommen dicke Fleecehandschuhe und darüber wiederum schwere Lederhandschuhe mit Lammfellfutter.

Nicht nur seine Finger und Zehen muss der Fotograf warmhalten. Auch die Lithium-Ionen-Akkus verlieren rasch an Leistung, wenn sie kalt werden. „Wenn ich nicht fotografiere, stecke ich die Akkus in die Hosentasche, damit sie nicht auskühlen.“

Reizvolle Abwechslung

Trotz der Strapazen genießt Mike Fuchs jeden einzelnen Tag in Schnee und Eis. „Im Alltag zu Hause wird man ständig von irgendetwas abgelenkt, die Augen werden von früh bis spät mit Tausenden von Reizen konfrontiert“, so der Berliner. „Ganz anders in den weißen Weiten der Polarregion. Dort kann man den Gedanken freien Lauf lassen und eine Idee den ganzen Tag lang im Kopf verfolgen.“

Mitte April bricht Mike Fuchs zur nächsten Expedition auf. In Alaska will er den knapp 6200 Meter hohen Mount McKinley besteigen. „Ich liebe es, in Gebieten zu fotografieren, von denen bislang erst relativ wenig Bilder existieren“, so Mike Fuchs. Mit im Gepäck sind auch dann wieder zwei Tamron-Objektive, neben dem bewährten SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD erstmals auch ein SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD. „Bislang habe ich auf meinen Reisen überwiegend mit Weitwinkeln und Normalbrennweiten gearbeitet. Jetzt bin ich gespannt, welche spannenden Bildausschnitte ich mit diesem hervorragenden Telezoom in hoher Auflösung festhalten werde.“

Die Ausrüstung

„Ich fotografiere bei meinen Polarreisen mit einer Canon EOS 5D Mark III. Hinzu kommen ein Tamron SP 24-70mm F/2,8 Di VC USD und eine lichtstarke 85mm-Festbrennweite für Porträtaufnahmen. Zum Mount McKinley werde ich im April zudem ein Tamron SP 70-200mm F/2,8 Di VC USD mitnehmen. Während ich bei meinen Outdoor-Arbeiten zu Hause häufig mit Blitzanlage arbeite, setze ich bei den Expeditionen nur einen leichten Systemblitz ein.“

5 Foto-Tipps für Winterexpeditionen

  1. Reduziere dein Equipment auf das Wichtigste. Jedes Gramm zu viel ist unnötiger Ballast und kann den Erfolg der Tour gefährden.
  2. Mache dich mit deinem Equipment vertraut. Bei einer Expedition musst du in der Lage sein, es mit dicken Handschuhen blind zu bedienen.
  3. Nutze den Schnee als großen Reflektor. Positioniere dein Modell bei Gegenlichtaufnahmen in einer Senke, so dass das Sonnenlicht von der Schneewand in deinem Rücken reflektiert wird.
  4. Arbeite im manuellen Modus. Die hohen Kontraste und das gleißende Licht führen zu Fehlmessungen der Belichtungsautomatik.
  5. Habe einen Plan. Mache dir schon vor der Abreise Gedanken, welche Bilder du brauchst. Das Konzept hilft dir, eine eigene, kontinuierliche Bildsprache zu erreichen.

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