So vermeiden Sie typische Bildfehler

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Komponieren Sie Ihre Bilder wie ein Profi

So vermeiden Sie typische Bildfehler

Wer keine Fehler macht, lernt nichts! – Dieser Satz, der im Leben sicherlich allgemeine Gültigkeit hat, trifft ganz besonders auch auf die Fotografie zu. Jeder Fotograf macht mehr oder weniger Fehler. Und das ist gut so! Denn jeder Fehler bietet eine Chance, etwas zu lernen und sich immer weiter zu verbessern.

Kennen Sie Ihre typischen Fehler? In einer neuen Serie, wollen wir Ihnen die wichtigsten Ursachen für misslungene Bilder zeigen. Welches die drei häufigsten Fehler sind, erfahren Sie in diesem ersten Beitrag.
Überprüfen Sie Ihre Aufnahmen doch einmal ganz selbstkritisch, oder bitten Sie einen Freund oder bekannten Fotografen um seine Meinung: Welche Fehler habe ich hier gemacht? Was kann ich das nächste Mal besser machen?

Fehler Nr. 1: Das Bild erscheint wirr

Als Sie das Foto gemacht haben, war Ihre Aufmerksamkeit ganz auf die schönen Blumen am Wegesrand gerichtet. Doch auf dem Foto kommen die kleinen Blüten überhaupt nicht zur Geltung. Die Lösung: Näher ran! Rücken Sie das Hauptmotiv groß ins Bild, und beschneiden Sie unwichtige Bildelemente. Oder: Lösen Sie mittels einer geringen Schärfentiefe (große Blende) das Hauptmotiv vom Hintergrund. In unserem Beispiel ist der Fotograf auf die Knie gegangen und hat die Blüten in einer Nahaufnahme groß in Szene gesetzt.

Fehler Nr. 2: Das Bild hat keinen Fokus

Mit Fokus ist hier nicht die Schärfe gemeint, sondern der wichtigste „Blickfänger“. Diese beiden Bilder zeigen die Kuppel der Basilika Santa Maria Della Salute in Venedig. Beim Hochformat sind die bunten Elemente im Vordergrund zu „laut“, sie lenken von dem Hauptmotiv ab. Bei dem Querformat hingegen wird der Blick des Betrachters klar gelenkt. Die Lösung: Ein starkes Bild braucht immer eine klare Aussage. Die erreichen Sie zum Beispiel über ein zentrales Element. Komponieren Sie die Aufnahme so, dass das Hauptmotiv eindeutig den visuellen Schwerpunkt des Fotos bildet.

Fehler Nr. 3: Der leere Himmel raubt dem Foto die Wirkung

Achten Sie darauf, wie viel Himmel Sie in das Bild integrieren. An einem heiteren Sonnentag kann der weiß-blaue Himmel sehr reizvoll wirken. Ein eintönig blauer oder, noch schlimmer, grauer Himmel jedoch kann einem Bild vollkommen die Wirkung rauben. Die Lösung: Wenn Sie den Bildausschnitt anders wählen, können Sie diesen Fehler ganz einfach vermeiden. Fassen Sie den Bildausschnitt enger, kippen Sie eventuell die Kamera leicht nach unten, um den Himmel zu beschneiden (siehe Bildbeispiel 3-1 und 3-2). Oder gehen Sie einige Schritte zurück und schauen Sie, ob Sie den Himmel durch einen herabhängenden Ast füllen können (siehe Bildbeispiele 3-3 und 3-4).

Mit diesem Wissen können Sie nun schon gezielt auf Fehlersuche gehen. Überprüfen Sie Ihre Aufnahmen auf Optimierungspotenzial, und Sie werden feststellen, dass Sie vom nächsten Ausflug mit besseren Aufnahmen zurückkehren.

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