So gelingen richtig scharfe Makroaufnahmen

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So gelingen richtig scharfe Makroaufnahmen

Nah, näher, Makro! Tamron bietet ambitionierten Fotografen gleich zwei Objektive, um die Faszination der Makrofotografie zu entdecken. Beide bieten einen maximalen Abbildungsmaßstab von 1:1. Sie können Ihre Motive also in Originalgröße auf den Sensor bannen.

Während sich das lichtstarke SP 60mm F/2,0 Di II besonders gut für allgemeine Nahaufnahmen von Pflanzen und Produkten eignet, gelingen mit dem SP 90mm F/2,8 Di VC durch den größeren Aufnahmeabstand zum Beispiel auch Aufnahmen von scheuen Insekten auf Blüten.

Wichtig ist in jedem Fall eine perfekte Schärfe!

Leider ist diese nicht immer ganz einfach zu erreichen. Denn je größer der Abbildungsmaßstab und je feiner die Details, desto eher kommt es zu Bewegungs- und Verwacklungsunschärfe. Doch keine Sorge. Im Folgenden verraten wir Ihnen einige Tricks, mit denen Ihnen in jeder Situation scharfe Makroaufnahmen gelingen.

  1. Nutzen Sie den Bildstabilisator
    Wenn Sie mit dem 90mm-Objektiv aus der Hand fotografieren, schalten Sie immer den Bildstabilisator ein. Er reduziert Verwacklungen und sorgt so auch bei wenig Licht für verwacklungsfreie und scharfe Bilder.

  2. Wählen Sie eine kurze Verschlusszeit
    Ohne Stativ sollte die Verschlusszeit mindestens dem Umkehrwert der Brennweite entsprechen. Bei 60mm also 1/60 Sek., bei 90mm folglich 1/100 Sek. – oder besser: noch kürzer. Wenn Sie die Makroobjektive an einer Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor nutzen, profitieren Sie von der Brennweiten-Verlängerung. Aus dem 60mm- wird quasi ein 90mm-Objektiv, aus dem 90mm- ein 135mm-Objektiv. Beachten Sie dies bei der Wahl der Verschlusszeit, die entsprechend kürzer sein sollte.

  3. Fotografieren Sie mit Stativ
    Bei Makroaufnahmen ist ein Stativ absolut empfehlenswert. Sie können den Bildaufbau bewusster gestalten und sehr exakt fokussieren. Zudem lassen sich problemlos auch längere Verschlusszeiten verwenden. Ideal sind Stative mit einer neigbaren Mittelsäule. Damit können Sie die Kamera selbst in Bodennähe sehr flexibel positionieren. Achtung: Wenn Sie mit Stativ arbeiten, schalten Sie den Bildstabilisator aus!

  4. Verwenden Sie einen Fernauslöser
    Schon der Druck auf den Auslöser kann die Kamera während der Belichtung in leichte Schwingungen versetzen, die sich als Unschärfe im Bild bemerkbar machen. Mit einem Kabel- oder Fernauslöser vermeiden Sie dieses Problem. In der Vergrößerung werden Sie später erkennen, dass die Bilder deutlich schärfer sind. Alternativ können Sie bei unbewegten Motiven den Zeitauslöser benutzen. Stellen Sie ihn auf 10 Sekunden, so können die durchs Auslösen entstandenen Vibrationen bis zur Belichtung abklingen.

  5. Schalten Sie die Spiegelvorauslösung ein
    Wenn Sie absolute Schärfe wollen, aktivieren Sie zusätzlich die Spiegelvorauslösung der Kamera. Jetzt müssen Sie zweimal auf den Auslöser drücken, um eine Belichtung zu starten. Vorteil: Beim ersten Druck klappt der Spiegel noch. Warten Sie einige Sekunden, bis die dadurch erzeugten Vibrationen im Inneren der Kamera abgeklungen sind. Erst mit dem zweiten Druck öffnen Sie dann den Verschluss zur Belichtung. Effektiv ist die Spiegelvorauslösung natürlich nur zusammen mit einem Fernauslöser.

Mit diesen Tricks werden Ihnen schon bald absolut scharfe Makroaufnahmen gelingen. Probieren Sie die unterschiedlichen Vorgehensweisen selbst einmal aus, und vergleichen Sie anschließend die Ergebnisse in der Vergrößerung am Bildschirm. Sie werden überrascht sein, ob der Schärfe-Unterschiede, die sich bei den unterschiedlichen Aufnahmen zeigen.

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