New York, New York

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New York, New York

Fünf Tage lang war Nicole Loos mit dem Tamron SP 24-70mm f2.8 Di VC USD in Manhattan unterwegs. Im Interview berichtet sie von ihrem Streifzug zu den besten Foto-Orten der Millionenmetropole.

Manhattan, Times Square, Brooklyn Bridge, Hudson River … wer träumt nicht davon, einmal in New York zu fotografieren? Für die Münchner Fotografin Nicole Loos ging dieser Traum in Erfüllung, als sie jetzt zu einer Reise über den Atlantik aufbrach. Im Interview erzählt die begeisterte Tamron-Nutzerin von einzigartigen Momenten in schwindelerregender Höhe und verrät ihre liebsten Foto-Orte in der wohl aufregendsten Metropole der Welt.

Was fasziniert dich an New York?

Nicole Loos: Die Reise in diese Stadt war ein über Jahre gehegter Traum von mir und lange im Voraus geplant. Ich habe Verwandte in Miami, kannte also die Vereinigten Staaten. Doch New York hat mich nochmals mehr begeistert.

Woran lag das?

Eigentlich hatte ich den Eindruck, dass es in dieser großen Stadt total hektisch sein müsste. Auf vielen New York-Bildern wirken die Menschen immer so busy. Doch als wir dort waren, habe ich es ganz anders erlebt. Obwohl wir mittendrin waren, gab es überall Oasen voller Natur und Stille. An manchen Orten, etwa im Greenwich Village, herrscht fast eine ländliche, kleinstädtische Atmosphäre. Die Leute dort waren super freundlich und extrem aufgeschlossen.

Was hast du dir in New York angesehen?

Wahnsinnig viel. Wir waren fünf Tage dort und ständig auf Achse. Wir hatten das Glück, direkt in Manhattan in einer Privatunterkunft unterhalb des Central Parks zu wohnen, und konnten praktisch alles zu Fuß erlaufen. Wir haben uns die Stadt von unten und oben angesehen: Empire State Building, Times Square, Hudson River, Central Station … Alles in allem habe ich mehr als 2000 Bilder gemacht – mein Mann hat zum Glück viel Verständnis für meine Leidenschaft. (lacht)

Wo hat dich das Fotofieber besonders gepackt?

Ein Muss für jeden Fotografen ist definitiv der Times Square. Die quirlige, bunte Atmosphäre dort ist grandios. Aber auch das über 100 Jahre alte Grand Central Terminal ist ein echtes Highlight. Tolle Foto-Eindrücke habe ich zudem vom 9/11 Memorial und von der Bootsrundfahrt mit der Circle Line mitgenommen. Ich habe überall tolle Motive entdeckt, die Bilder sind überall nur so auf mich eingestürzt.

Hast du einen Geheimtipp?

Der High Line Park, eine stillgelegte Hochbahntrasse im Westen von Manhattan, die seit einigen Jahren zunehmend verwildert und sich in einen einzigartigen Park hoch über den Straßen der Stadt verwandelt. Hier erlebt man das andere, alternative New York. Der Kontrast zwischen der sich dort ausbreitenden Natur und der urbanen Umgebung ist faszinierend.

Wenn du den ganzen Tag unterwegs bist, wie viel Fotoequipment hast du dabei?

So wenig wie möglich – was aber immer noch eine ganze Menge ist. Ich fotografiere mit einer Canon EOS 7D und mein Standardobjektiv ist das lichtstarke Tamron SP 24-70mm f2.8 Di VC USD. Es ist superscharf und praktisch frei von Farbsäumen. Außerdem ist es nicht so schwer und hat einen hervorragenden Bildstabilisator, sodass ich oft auf ein Stativ verzichten kann, was in New York vorteilhaft ist, wo man an vielen Ort ja gar kein Stativ aufstellen darf.

Am Halbformatsensor der EOS 7D wird aus 24-70mm eine effektive Brennweite von 38-112mm …

Für mich ist das die ideale Zoom-Range. Das Weitwinkel ist zwar eher gering, aber in den meisten Fällen für mich absolut ausreichend – zumal es fast vollkommen verzeichnungsfrei ist und die Linien weniger schnell beginnen zu „stürzen“. Mit dem Tele kann ich zudem gezielt Ausschnitte wählen und einzelne Details heranzoomen.

Hast du bestimmte Standardeinstellungen?

Obwohl das Objektiv eine größtmögliche Blendenöffnung von f/2,8 bietet, versuche ich immer, mindestens eine Stufe abzublenden. Bei f/4 ist die Auflösung spitze und die Schärfe ist regelrecht greifbar. Bei voller Öffnung kann die Schärfeebene doch recht schnell verrutschen. Wenn die Belichtungszeit zu lange für scharfe Aufnahmen aus der Hand wird, erhöhe ich die Empfindlichkeit. Allerdings gehe ich nie höher als bis maximal ISO 3200, damit die Bildqualität nicht allzu stark leidet.

Wie sieht dein Workflow aus?

Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format und entwickelt die Bilder in Adobe Photoshop Lightroom 5. Ich beschränke mich dabei auf eine reine Bildoptimierung, quasi auf die digitale Dunkelkammer. Ganz selten nur bearbeite ich ein Foto in Photoshop intensiver nach.

Was machst du mit den Bildern?

Zu fast jeder Reise gestalten wir ein Fotobuch und organisieren eine Bilderschau. Die besten Aufnahmen lasse ich zudem vergrößern. Die hängen dann in unserer Wohnung. Im Wohnzimmer ist das Thema übrigens gerade, wie sollte es anders sein, New York. Immer wenn ich mich aufs Sofa setze, sehe ich das Crysler Building. Wunderschön!

Vielen Dank für das Interview, Nicole!

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