Fotografieren in Sri Lanka - Alles, was Fotografen wissen müssen

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Fotografieren in Sri Lanka - Alles, was Fotografen wissen müssen

Sri Lanka ist flächenmäßig so groß oder besser gesagt so klein wie Bayern, hat aber unheimlich viel zu bieten: Atemberaubende Landschaften, traumhafte Strände, eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und unzählige beeindruckende religiöse Bauwerke.

Für Fotografen ist Sri Lanka ein unerschöpflicher Quell an Fotomotiven.

Wir waren mehr als 5 Wochen mit unseren Kameras in Sri Lanka unterwegs und werden in den kommenden Berichten von unseren Erlebnissen berichten. In diesem Beitrag stellen wir zunächst kompakt alles Wissenswerte zusammen, was man vor und während einer Fotoreise nach Sri Lanka unbedingt wissen sollte.

Das richtige Fotoequipment für Sri Lanka

Das Wichtigste zuerst: In Sri Lanka ist es relativ schwierig an Fotozubehör zu kommen. Es gibt zwar ein paar Läden, die Kameras, Objektive und Zubehör anbieten, aber leider nicht besonders viele. Speicherkarten kann man natürlich auch hier kaufen, aber einen passenden Ersatzakku oder ein Ladegerät zu finden, ist schon deutlich schwieriger. Vor einer Sri Lanka-Reise sollte man also besser zweimal checken, ob alles in der Fototasche ist.

Auch die Wahl der richtigen Objektive für Sri Lanka will gut geplant sein, zumindest wenn der Platz in der Tasche begrenzt ist. Definitiv gehört ein großer Zoom in die Fototasche, denn gerade die Tierwelt in Sri Lanka ist für Fotografen ein Traum. Obwohl wir noch nicht mal in einem der Nationalparks Sri Lankas waren, haben wir wilde Elefanten, Pfauen, Mungos, Affen, Warane und viele bunte Vögel gesehen.

Ein Weitwinkel darf natürlich auch nicht fehlen, denn gerade im Zentrum des Landes gibt es viele atemberaubende Landschaften. Wir waren mit dem Tamron 16-300 mm-Reisezoom unterwegs und haben in Sri Lanka den kompletten Brennweitenbereich regelmäßig ausgenutzt.

Noch ein wichtiger Hinweis: In Sri Lanka ist immer irgendwo Regenzeit. Bei einer Rundreise ist es daher sehr unwahrscheinlich, dass es niemals regnet. Wasserfeste Hüllen oder Taschen für das Equipment sind daher ein Muss. Regen in Sri Lanka heißt selten, dass es mal nur ein wenig nieselt. Meist regnet es ganz plötzlich wie aus Eimern.

Bloß nicht: Selfies mit Buddha-Statuen

Der größte Fauxpas beim Fotografieren in Sri Lanka lauert in buddhistischen Tempeln. Es gilt als ungeheure Respektlosigkeit, sich selbst oder eine andere Person vor einer Buddha-Statue zu fotografieren. Teilweise wird solches Verhalten mit Strafen bis hin zu Gefängnis geahndet. Wir habe einmal gesehen, wie ein junges Paar sich gegenseitig vor einer Buddha-Statue fotografiert hat. Es war sehr schnell ein Wachmann da und hat die beiden sehr deutlich und bestimmt auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Nicht nur das, sondern er hat ihnen auch mit Händen und Füßen klar gemacht, dass das Bild sofort von der Speicherkarte gelöscht werden soll. Wenn man bedenkt, wie zurückhaltend die Einheimischen normalerweise sind, war das schon eine sehr, sehr deutliche Ansage.

Bloß nicht: Militäreinrichtungen und öffentliche Gebäude fotografieren

Öffentliche Gebäude und militärische Einrichtungen sind für Fotografen in Sri Lanka tabu. Dieses Verbot wird allerdings unserer Erfahrung nach nicht mehr ganz so streng kontrolliert. Wir haben auf dem Bahnhof in Kandy fotografiert und hatten keine Probleme, obwohl Bahnhöfe unter die verbotenen Gebäude zählen. Aber gerade bei militärischen Anlagen würden wir das Risiko eher nicht eingehen wollen.

Bloß nicht: Mit Blitz alte Zeichnungen fotografieren

In den Höhlentempeln von Dambulla, auf Sigiriya und in anderen historischen Bauwerken verbergen sich beeindruckende Malereien und Zeichnungen. Um die jahrhundertealten Kunstwerke nicht zu beschädigen, ist das Blitzen dort verboten. Je nach Ort wird das mehr oder weniger gut kontrolliert, weshalb leider dennoch viele Fotografen aus Unwissenheit blitzen.

"Öffentliche Gebäude und militärische Einrichtungen sind für Fotografen in Sri Lanka tabu."

Menschen fotografieren in Sri Lanka

Die Menschen in Sri Lanka sind sehr freundlich, oft etwas zurückhaltend, aber auch schnell sehr aufgeschlossen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen dort kaum Probleme damit haben, fotografiert zu werden.

Natürlich sollte man, wie überall auf der Welt, vorher um Erlaubnis fragen. Dann ist ein Foto meistens kein Problem.

Eine Ausnahme sind die Stelzenfischer, die man an der Südküste des Landes zwischen Weligama und Koggala triftt. Auf Stelzen sitzen sie im Wasser und angeln kleine Fische. Das Geschäft ist leider kaum mehr lukrativ, sodass viele der Fischer mittlerweile als professionelle Fotomodelle ihr Geld verdienen. Ein Foto der Fischer kann schnell mehrere Euro kosten und richtig teuer wird es, wenn mehrere Fischer auf einem Fleck sind.

Die schönsten Fotomotive in Sri Lanka

In Sri Lanka ist wirklich für jeden Fotografen etwas dabei. Traumhafte Strände findet man in allen Landesteilen, die schönsten befinden sich im Süden und im Osten der Insel.

Historische Tempelanlagen findet man ebenfalls in allen Teilen des Landes. Die eindrucksvollsten buddhistischen Bauwerke finden sich aber im Inneren der Insel: Die Höhlentempel in Dambulla, die antiken Städte Pollunaruwa und Anuradhapura, sowie der Zahntempel in Kandy.

Ein Highlight ist die Zugfahrt von Kandy nach Ella. Mit durchschnittlich 15 km/h tuckert der Zug durch traumhafte Berglandschaften und kleine, verschlafene Ortschaften. Aus den offenen Zugfenstern und Türen kann man mit der Kamera unzählige tolle Aufnahmen machen.

Das Hochland rund um Nuwara Eliya und Ella hat vor allem für Landschaftsfotografen einen ganz besonderen Reiz. Tolle Aussichten bieten sich auf dem Adam’s Peak, vom World’s End, sowie vom Ella Rock und auf dem Litte Adam’s Peak.

Fotos von Tieren kann man überall machen. Es ist wirklich erstaunlich, wie vielfältig und allgegenwärtig exotische Tiere in Sri Lanka, auch außerhalb der Nationalparks, sind. Nichtsahnend kommt man an einem Baum vorbei, auf dem zehn Pfauen sitzen oder es läuft zufällig ein zwei Meter langer Waran läuft durch den Garten der Unterkunft. In Sri Lanka ist das keine Seltenheit. Wilde Leoparden gibt es in Sri Lanka auch. Dafür muss man z. B. in den Yala Nationalpark im Südosten des Landes fahren. Dort stehen die Chancen einen Leoparden zu Gesicht zu bekommen tatsächlich gar nicht so schlecht.

Auf geht’s nach Sri Lanka

Sri Lanka hat uns wirklich nachhaltig beeindruckt. In den nächsten Beiträgen auf dem Tamron Blog berichten wir von unseren Erlebnissen in Sri Lanka.

About the author: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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